Vier Auszeichnungen für die Forensische Pharmakologie und Toxikologie an der TIAFT/SOFT 2026 in Chicago
Die Abteilung für Forensische Pharmakologie und Toxikologie durfte an der gemeinsamen Jahrestagung der The International Association of Forensic Toxicologists (TIAFT) und der Society of Forensic Toxicologists (SOFT) 2026 in Chicago gleich vier Auszeichnungen entgegennehmen. Die Preise würdigen sowohl herausragende wissenschaftliche Leistungen als auch die hohe internationale Sichtbarkeit der Zürcher Forschung im Bereich der forensischen Toxikologie.
Prof. Dr. Thomas Krämer wurde mit dem Alan Curry Award ausgezeichnet, der als höchste Ehrung der TIAFT gilt. Der Preis würdigt Persönlichkeiten, die über viele Jahre hinweg aussergewöhnliche Beiträge zur wissenschaftlichen Entwicklung der forensischen Toxikologie sowie zur internationalen Fachgesellschaft geleistet haben. Mit dieser Auszeichnung reiht sich Thomas Krämer in die Gruppe der weltweit renommiertesten forensischen Toxikologinnen und Toxikologen ein.
Der TIAFT Young Scientist Best Oral Presentation Award ging an Annina Bovens für ihren Vortrag „From Research to Routine – Evaluating Endogenous Biomarkers Performance Indicating Sample Storage Conditions of Blood Specimens in 489 Authentic Forensic Toxicology Cases“. Die Arbeit zeigt, wie endogene Biomarker zur Beurteilung von Lagerungs-/Transportbedingungen forensischer Blutproben eingesetzt werden können und damit unsachgemäss gelagerte Proben erkannt werden können.
Dr. Lana Brockbals erhielt den SOFT Young Scientist Best Oral Presentation Award für ihren Vortrag „Native Peptide Analysis for the Detection of Sophisticated Synthetic Urine Products“. Die ausgezeichnete Forschung befasst sich mit innovativen analytischen Ansätzen zum Nachweis moderner synthetischer Urinprodukte, die zur Manipulation von Drogentests eingesetzt werden können.
Mit dem TIAFT Best Bulletin Paper Award wurden zudem Dr. Liesl Janssens und Dr. Tina Binz für die Publikation „Investigation of Cannabinoid Adsorption: Two Conceptual Examples“ ausgezeichnet. Die Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Christophe Stove von der Universität Gent und liefert wichtige Erkenntnisse zum Verständnis von Adsorptionsprozessen bei Cannabinoiden.
Die vier Auszeichnungen unterstreichen die wissenschaftliche Exzellenz der Abteilung für Forensische Pharmakologie und Toxikologie sowie ihre starke internationale Vernetzung und Sichtbarkeit innerhalb der forensisch-toxikologischen Fachgemeinschaft. Herzliche Gratulation an alle Preisträgerinnen und Preisträger zu diesem aussergewöhnlichen Erfolg.