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Identifizierung von Körperflüssigkeiten mittels Metabolomics – eine Pilotstudie

Dank der gemeinsamen Anstrengung der Abteilungen Forensische Pharmakologie und Toxikologie sowie Forensische Genetik konnten wir eine der umfassendsten Metabolomikstudien realisieren, die sich auf die forensische Identifizierung von Körperflüssigkeiten konzentriert. Unsere Studie umfasste 100 Proben, darunter Proben aus neun verschiedenen forensisch relevanten Körperflüssigkeiten und Geweben.

Die Identifizierung von Körperflüssigkeiten ist für forensische Untersuchungen von entscheidender Bedeutung, doch den derzeitigen Methoden mangelt es an Sensitivität und Spezifität. In dieser Studie untersuchten wir mithilfe eines hochauflösenden UPLC-QTOF-MS-Geräts, ob Metaboliten als neuartige Marker geeignet sein könnten, um Körperflüssigkeiten/Gewebe zu identifizieren. Mithilfe einer multivariaten Methode zur Merkmalsauswahl und Klassifizierung identifizierten wir wichtige Metaboliten, die als Marker für die untersuchten Gewebe oder Körperflüssigkeiten dienen können, wobei das Modell für alle Klassen sehr gute Ergebnisse erzielte. Wir ergänzten unsere Analyse um ein lokalisiertes maschinelles Lernverfahren, um neun prädiktive Merkmale zu identifizieren, jeweils eines pro Körperflüssigkeit/Gewebe. Zusammengenommen zeigen diese Ergebnisse ein großes Potenzial für die Verwendung von Metaboliten zur forensischen Identifizierung von Körperflüssigkeiten mit potenziellen Verbesserungen der Genauigkeit im Vergleich zu aktuellen Methoden.

 

Link zur Originalpublikation: Untargeted Metabolomics for Forensic Body Fluid Identification-A Pilot Study | Analytical Chemistry

 

 

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